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Ziehen gemeinsam an einem Strang: Zum 23. kommunalen Wirtschaftsfo­rum der Mittelbadischen Presse trafen sich im Hotel »Sonne« in Offenburg (von links) Landrat Frank Scherer, Ni­colas Erdrich (Vorsitzender des Wirt­schaftsbeirates, Geschäftsführer Erdrich Umformtechnik Renchen), Klaus Muttach (Oberbürgermeis­ter Achern), Franz Kook (ehemali­ger Vorstandsvorsitzender der Dura­vit), Marco Steffens (Bürgermeister Willstätt), Ulrich Kleine (Vorstand E-Werk Mittelbaden), Manfred Wöhrle (Bürgermeister Hausach), Egon Wei­mer (Geschäftsführer Burda Druck Offenburg), Lothar Nadler (Verlagslei­ter »Inside B«), Otmar Ritter (Reprä­sentant von REIFF MEDIEN und Organi­sator des Wirtschaftsforums), Horst Schimpf-Schöppner (Inhaber Hotel »Sonne« Offenburg), Ralf Müller (Ge­schäftsführer Dorotheenhütte Wol­fach), Jürgen Rohn (Moderator des Wirtschaftsforums und Herausgeber der MITTELBADISCHEN PRESSE ), WRO-Geschäftsführer Manfred Hammes, Sebastian Daniels (Anzeigenleitung REIFF MEDIEN ), Redaktionsleiter Wolf­gang Kollmer und Renate Chisari (An­zeigenleitung »Inside B«).

Marke Ortenau entwickeln

Die Wirtschaftsregion Offenburg/Ortenau (WRO) feiert ihr 25-jäh­riges Bestehen. Was hat sie bisher erreicht? Welche Aufgaben gilt es in Zukunft anzupacken?
Über diese Fragen disku­tierten die Teilnehmer des 23. kommunalen Wirtschaftsforums der
MITTELBADISCHEN PRESSE .

VON STEFAN ANGELE


Offenburg.
Im Namen der Verlegerfamilie Reiff begrüß­te Organisator Otmar Ritter die Vertreter von Kommunen und Unternehmen. Anläss­lich des Jubiläums der Wirt­schaftsregion Offenburg/Or­tenau (WRO) wolle das Forum einen »Blick zurück nach vor­ne « werfen. Auf der Agenda des 23. kommunalen Wirtschafts­forums der MITTELBADISCHEN PRESSE : Die Verzahnung von Kommunalpolitik und regiona­ler Wirtschaft und die Funkti­on der WRO dabei, die Rolle von Infrastruktur und Touris­mus als wichtige Standortfak­toren sowie die Entwicklung der »Regionalmarke Ortenau«.

Die WRO betreibe in erster Linie Standortarbeit und Öffentlichkeitsarbeit, auch im touristischen Bereich, sagte WRO-Geschäftsführer Man­fred Hammes: »Die Ansied­lung von Unternehmen und die Schaffung von Investitionen ist nicht mehr unsere Hauptauf­gabe. « Dafür sei in erster Linie die kommunale Wirtschafts­förderung da. Als »professio­nelle Image-Plattform« erfülle die WRO eine zentrale Aufga­be, sagte der Vorsitzende des WRO-Aufsichtrates, Landrat Frank Scherer. Die Kommu­nalpolitik sei für die Rahmen­bedingungen für eine erfolgrei­che Wirtschaft verantwortlich. »Mein Beitrag besteht darin, dies zur Chefsache zu machen.« Bei den Entscheidungsträgern in Stuttgart und in Berlin sei es immer gut, wenn man sagen könne, dass die ganze Ortenau hinter einem steht. »Je mehr dabei sind, desto besser.«

Das Forum sah, trotz der Erfolge, etwa beim »Branding« für die Ortenau noch Luft nach oben. »Wir müssen dafür sor­gen, dass sich die Unterneh­men entwickeln können, die schon da sind.«, sagte Franz Kook, ehemaliger Vorstands­vorsitzender der Duravit. Dass die Entwicklungsmöglichkei­ten genutzt werden müssen, merkte auch Willstätts Bür­germeister Marco Steffens an. Jedoch: »Der langwierige bü­rokratische Aufwand, etwa wenn es um Anträge zum Flä­chenverbrauch geht, weckt Be­sorgnis. « Auch Frank Scherer machte deutlich, dass es da­rum gehen muss, Dinge zu er­möglichen. »Das ist nicht leich­ter geworden.« Die sechsspurige Erweite­rung der A5 Richtung Freiburg etwa – als eine wichtige Infra­strukturmaßnahme für den Wirtschaftsstandort – sei auf der Liste für den neuen Bundesverkehrswegeplan, aller­dings: »Die Priorisierung fehlt noch – da bin ich gespannt.« Den privatwirtschaftlichen Ausbau in Richtung Karlsru­he indes habe seines Erachtens »Vorbild-Charakter«. Eben­so interessant seien die zu er­wartenden Diskussionen zur Rheintalbahn. »Der Bund muss nur zahlen, wozu er rechtlich verpflichtet ist.«

Profilierung der Marke


Dass die »Bildung einer Marke auch ohne Metropo­le « gelingen kann, davon war Egon Weimer überzeugt. »Ein attraktiver Lebens- und Ar­beitsraum und ein attraktiver Raum für Investoren – das ge­hört zwingend zusammen«, so der Geschäftsführer von Burda Druck. »Es ist sehr schwierig, qualifizierte Leute in die Orte­nau
zu bekommen«, sagte Lo­thar Nadler, Verlagsleiter von »Inside B«. Die Profilierung ei­ner Marke »Ortenau« könne da Abhilfe schaffen. Wichtig sei, auch den touristischen Bereich hierbei einzubinden, so der Te­nor des Forums.

Ulrich Kleine, seit Kurzem Vorstand des E-Werks Mittel­baden und Ortenauer »Neubür­ger «, lobte die inhaltlich fun­dierte Auseinandersetzung über das hiesige Standortpo­tenzial. Hinsichtlich der Ener­giekosten als einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor zeig­te er sich zuversichtlich, dass »der Hype« wohl erreicht sei: »In den Verteilungsmechanis­mus für die Stromkosten wird politisch eingegriffen.« In der Außendarstellung des Wirt­schaftsraums Ortenau sah Kleine vor allem noch Möglich­keiten in Richtung der Nah­grenzen.

Abseits des Status quo wag­te das 23. kommunale Wirt­schaftsforum auch einen Blick in die Zukunft: Welche Rolle spielt die WRO im Jahr 2025? Ein »waches Auge auf die Ent­wicklung für die Menschen« sei vonnöten, sagte Kleine. In jedem Fall müsse das Kon­zept bis dahin weiterentwickelt werden. »Und Rheinau wird Mitglied sein«, prognostizierte Landrat Scherer.


HINTERGRUND

WRO: Eine erfolgreiche Geschichte


Die WRO ist seit 2005 eine Gesellschaft mit beschränk­ter Haftung. Die Organe sind die Gesellschafterversamm­lung und der Aufsichtsrat.

Vorsitzender des Aufsichts­rates ist Landrat Frank Sche­rer, seine Stellvertreterin ist Oberbürgermeisterin Edith Schreiner. Der Aufsichts­rat zählt 14 Mitglieder (ohne Stellvertreter). Hauptaufga­be der WRO sind Öffentlich­keitsarbeit und Standort­marketing. So beschafft und vermittelt die WRO Investo­renanfragen
an ihre Gesell­schafter.

Eine Bilanz der ver­gangenen zehn Jahre:

Offenburg: Seit 1998 konnten 14 Betriebe neu angesiedelt werden, ihren Standort verlagert haben 57 Firmen, 56 haben erweitert. Die Gesamtfläche von 77,9 Hektar liegt überwiegend auf den Gemarkungen Walters­weier, Elgersweier und Ram­mersweier. Die dort angesie­delten Unternehmen sichern bis heute über 3000 Arbeits­plätze und schufen über 2000 neue Beschäftigungs­möglichkeiten.

Kehl: In den vier Gewerbe­gebieten Auenheim-Süd, Ha­fengebiet, Goldscheuer und Basic Kehl-Neuried kam es zu rund 45 Neuansiedlungen.

Appenweier : Im nach wie vor aufstrebenden Gewer­begebiet fanden zehn Unter­nehmen ihre Heimat.

Hohberg: In Hohberg in­vestierten im Gewerbegebiet Hoch3 31 Unternehmen.

Willstätt : Seit 2003 ha­ben sich in Willstätt, Legels­hurst, Eckartsweier und Sand 33 Firmen aus der gesamten Ortenau und dem Elsass an­gesiedelt oder erweitert.

Ettenheim : In Ettenheim, Mahlberg, Ettenheimmünster und Altdorf kam es zu 47 An­siedlungen.

Achern : Acht Firmen ha­ben sich neu angesiedelt, drei weitere werden folgen.

Lahr : Für die Ansiedlung und Erweiterung in den Ge­bieten startkLahr Airport und Business Park haben sich rund 20 Firmen entschieden.

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23.08.2019 // 12:20 h

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